Solarmodule - Stromgeneratoren auf dem Dach

Solarmodule werden aus verschiedenen Halbleitermaterialien und mit unterschiedlichen Herstellungsverfahren hergestellt. Daraus resultieren unterschiedliche Wirkungsgrade und Preise. Grundsätzlich werden monokristalline und polykristalline Module unterschieden.
 
Solarmodule werden sehr aufwendigen Tests unterzogen - z.B. Elektrolumineszenstest, Klimakammertest, Salznebeltest, Belastungstest, Hageltest usw. Am Ende steht dann die Zertifizierung, in der Regel durch den TÜV. Durch die umfangreichen Tests können Aussagen zur Langlebigkeit und Haltbarkeit der Solarmodule gemacht werden. Die Produzenten der Solarmodule geben eine Herstellergarantie auf die Solarmodule von 10-12 Jahren, sowie eine Leistungsgarantie, die meist bei 25 Jahren liegt. Bei der Haltbarkeit von Solarmodulen kann man von mehr als 30 Jahren ausgehen.
 

Monokristalline Solarmodule

Ursprünglich wurden monokristalline Solarzellen für die Raumfahrttechnik und für Satelliten entwickelt. Später wurden sie auch für Photovoltaik-Anlagen genutzt und sind für ihren hohen Wirkungsgrad bekannt, der bei bis zu 20 % liegt.
 

 

Wie die Bezeichnung bereits zum Ausdruck bringt, basieren monokristalline Zellen aus einem Kristall mit einem einheitlichen Kristallgitter. Die aus der Siliziumschmelze gezogenen einkristallinen Stäbe werden anschließend in dünne Scheiben geschnitten, die sogenannten Wafer. Danach werden die einzelnen Zellen zusammengeschaltet und zwischen einem speziellen Solarglas und einer rückseitigen Folie laminiert. Ein Aluminiumrahmen gewährleistet dann die konstruktive Festigkeit. Das ergibt dann ein Solarmodul.
 
 

Polykristalline Solarmodule

Polykristalline Solarmodule haben einen nicht ganz so hohen Wirkungsgrad wie monokristalline Module, sind dafür aber etwas preiswerter. Sie werden ebenso wie monokristalline Zellen aus Silizium hergestellt, jedoch ist das Herstellungsverfahren ein anderes. Hier wird zunächst ein Siliziumblock gegossen und nach dessen Abkühlung in Scheiben (Wafer) geschnitten.
 
 
 
Während der Abkühlung entstehen unterschiedlich große Kristallstrukturen. Das verwendete Silizium ist nicht ganz so rein, wie bei monokristallinen Zellen. Dadurch haben polykristalline Solarmodule einen etwas geringeren Wirkungsgrad, der bei etwa 16 % liegt.
 
Genauso wie bei monokristallinen Modulen werden die Zellen verschaltet und einlaminiert. Zum Schluß wird das Modul mit einem Aluminiumrahmen versehen.